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Was ist Bio-Baumwolle und warum ist sie besser?

Bio-Baumwoll Grass auf einer Heide

Was ist Bio-Baumwolle?

Bio-Baumwolle ist ein großes Thema in den Medien und wird ein immer größeres Thema auch bei euch. Immer mehr kleine und große Labels machen Werbung damit, dass sie Bio-Baumwolle benutzen, um den Planeten zu schützen und der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Doch was ist Bio-Baumwolle wirklich? Schützt sie die Umwelt oder ist alles nur ein Werbe- Gag? Wie nachhaltig ist die Baumwolle und warum soll sie besser sein als herkömmliche Baumwolle?

Diese und noch viele weitere Fragen werden wir euch heute beantworten. Dabei werfen wir einen ganz genauen Blick auf das neu Material und verraten euch seine Vor- und Nachteile! Vorhang auf für Bio-Baumwolle!

Was ist Bio-Baumwolle?

Bio-Baumwolle ist nicht nur eine Erfindung der Industrie, um besonders nachhaltig oder öko zu wirken, sondern eine tatsächlich geprüfte Sache, bei der es um die Richtlinien des ökologischen Landbaus geht. Bio-Baumwolle wird nämlich nur nach diesen Richtlinien produziert und darf sich auch nur dann so nennen.

Bei der normalen Herstellung von Baumwolle kommt es zum Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemittel. Bei der Bio-Baumwolle ist der Einsatz jedoch verboten. Durch die Nicht- Verwendung bleibt die Bodenfruchtbarkeit erhalten und verbessert sich sogar noch. Beim Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln wird die Bodenfruchtbarkeit hingegen immer schlechter, bis irgendwann nichts mehr angebaut werden kann.

Ebenso wird auf eine Fruchtfolge geachtet, bei der die Bauern immer wieder unterschiedliche Produkte auf ihren Feldern anpflanzen, um den Boden fruchtbar zu halten. Nur der Wechsel mit anderen Kulturen sorgt für eine gute Ernte und eine immer wieder verwendbare Erde. Dabei wird der Boden ebenfalls gepflegt und „sauber“ gehalten, sodass Schädlinge und Krankheiten sich nicht ausbreiten können bzw. eingedämmt werden.

Oft werden auch zwischendrin andere Pflanzen gepflanzt wie etwa Sonnenblumen um die Baumwollfelder. Sie halten Schädlinge fern und verhindern den Befall von beispielsweise Baumwollkäfern, die nur auf Baumwolle übergreifen und an anderen Pflanzen gar kein Interesse haben. So müssen Spritzmittel, um Schädlinge und Krankheiten zu besiegen, gar nicht erst verwendet werden.

Oft wir mit Mist und Kompost gedüngt, was selbst Abfallprodukte sind, die wiederverwertet werden. Durch die Verwendung von Mist und Kompost als Dünger erhöht sich der Humusanteil des Bodens und kann so mehr CO2 und Wasser speichern. Durch den erhöhten Humusanteil kommt es seltener zu Erosionen, bei denen Erde unkontrolliert wegbrechen kann.

Das tolle an Bio-Baumwolle ist auch, dass sie von Hand geerntet wird. So werden Arbeitsplätze geschaffen und es wird besser mit der Baumwolle umgegangen. Sprich: es gibt nicht so viel „Abfall“. Zudem sind chemische Entlaubungsmittel nicht erlaubt. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn mit der Maschine geerntet wird, damit die Maschine nur noch die Baumwolle vom Baum zupft und nicht auch die Blätter. Das das chemische Entlaubungsmittel schlecht für die Umwelt ist, muss euch wohl nicht mehr sagen, weil ihr das schon wisst.

Wer Bio-Baumwolle kauft, kann außerdem sicher sein, dass die Pflanzen nicht gentechnisch verändert wurden. Das wäre zwar für das Tragen der Baumwolle in Form von Kleidung egal, nicht jedoch für den Boden, der sich nach und nach verändern kann.

Ist Bio-Baumwolle immer zertifiziert?

Bio-Baumwolle ist immer zertifiziert, sonst ist es keine offizielle Bio-Baumwolle. Begriffe wie „Bio“, „Öko“ oder „aus kontrolliertem biologischem Anbau“ haben nicht nur bei den Lebensmitteln eine besondere Bedeutung, sondern auch in der Kleidung. Da Baumwolle ein landwirtschaftlicher Rohstoff ist, kann sie auch zertifiziert werden und so entsteht Bio-Baumwolle nur durch eine Zertifizierung, sonst dürfte sie sich nicht so nennen.

Um diese Zertifizierung zu bekommen, muss Baumwolle alle oben genannten Punkte einhalten, sonst darf sie sich nicht als solche bezeichnen. Ob die Punkte eingehalten werden, prüft eine unabhängige Zertifizierungsstelle einmal im Jahr vor Ort. Sie kann nicht bestochen werden, sodass ihr, wenn ihr Bio-Baumwolle kauft, auch wirklich Bio-Baumwolle und nicht etwas anderes bekommt.

Um die Zertifizierung zu erhalten, muss der Betrieb seinen Warenfluss offen legen und außerdem Einsicht in die Produktionsmethoden geben. Kleinbauern und große Betriebe werden genau gleich geprüft. Es gibt für niemanden Lockerungen oder Vorteile.

Besonders interessant ist, dass mittlerweile Gemeinschaften aus Kleinbauern entstanden sind, die sich gegenseitig prüfen, um auch bloß das Zertifikat zu bekommen. So wird ein internes Kontrollsystem eingeführt, damit alle Kleinbauern gemeinsam konsequent die Richtlinien einhalten.

Ist Bio-Baumwolle faire Baumwolle?

Das Bio- Zertifikat stellt nur sicher, dass die Umwelt nicht belastet wird, das Produkt also Bio ist. Soziale Standards wie faire Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung beinhaltet das Bio- Zertifikat nicht. Dabei gelten nur die gesetzlichen Mindestens.

Es muss aber auch beachtet werden, dass allein durch das Bio- Zertifikat schon etwas für die Kleinbauern getan wird. Besonders in ärmeren Ländern werden oftmals gesundheitsschädigende Spritzmittel eingesetzt, um Schädlinge zu bekämpfen. Das ist bei Bio-Baumwolle nicht der Fall und so wirkt sich die ökologische Wirtschaftsweise schon auf das Leben der Bauern aus.

Sie kommen nicht mit Spritzmittel in Kontakt, müssen für eben diese keine großen Geldsummen ausgeben, sondern können Mist und Kompost verwenden, den sie selbst von ihren Tieren verwenden können. Zudem wird neben der Baumwolle aufgrund der Fruchtfolge auch immer wieder etwas anderes angepflanzt, wodurch eine ausgewogene Ernährung und Vermarktung gesichert ist. Auch dann kommen dort nur Bio- Produkte zum Einsatz.

Praktisch ist dadurch auch, dass sie sich von der Bio-Baumwolle nicht abhängig machen und auch noch andere Verträge mit Bio- Herstellern abschließen können. Bio- Ware bekommt außerdem immer bessere Preise, wodurch die Bauern und ihre Familien besser abgesichert sind als mit herkömmlicher Baumwolle.

Was sind die Eigenschaften von Bio-Baumwolle?

Bio- Baumwolle hat natürlich nicht nur gute Eigenschaften, die die Umwelt schützen, sondern auch solche, die sich direkt auf die verarbeitete Baumwolle in Kleidungsstücken beziehen. So ist Bio-Baumwolle reiß- und scheuerfest, was sie vor allem interessant macht für Denim und andere beanspruchte Kleidungsstücke, die am besten lange halten sollen. Zudem ist sie langlebig und strapazierfähig, wodurch eure Kleidungsstücke besonders lange halten. Ihr müsst also nicht ständig neue kaufen und kommt mit ihnen lange aus.

In der Sportswear wird Bio-Baumwolle mittlerweile auch gerne genutzt, da sie sehr saugfähig ist. Bei schweißtreibenden Sportarten kann das sehr praktisch sein, da sie den Schweiß aufnimmt und ihn abtransportiert. Bio-Baumwolle kann dabei rund 65 Prozent ihres Eigengewichtes an Wasser aufnehmen, was viel mehr ist als bei herkömmlichen Fasern.

Gegenüber Schweiß ist Bio-Baumwolle resistent und unempfindlich, was dazu führt, dass sie sich nicht verfärbt oder gelblich wird. Die Farben waschen genauso wenig aus. Auch gegenüber Laugen hat sie dieses Verhalten, was besonders beim Waschen wichtig ist. Beim Waschen ist sie außerdem noch reißfester, wodurch sie sich in der Waschmaschine weder verformen noch kaputt gehen kann.

Das Gefühl auf der Haut beim Tragen der Bio-Baumwolle ist durchweg positiv. Bio-Baumwolle kratzt nicht, schmiegt sich wunderbar an den Körper an und hat einen weichen Griff. Dabei ist sie hautfreundlich und hat ein sehr geringes Allergiepotential, was dazu führt, dass Bio-Baumwolle auch für Allergiker geeignet ist. 

Hat Bio-Baumwolle auch Nachteile?

Natürlich kann eine Faser nicht nur positive Eigenschaften haben und so hat Bio-Baumwolle natürlich auch ein paar Nachteile. Wenn sie einmal nass geworden ist, trocknet sie nur langsam, da ihr dazu die Ausrüstung fehlt. Außerdem ist sie luftdurchlässig und isoliert keine Wärme, wodurch sie besser nicht für Winterbekleidung verwendet werden sollte, weil sie schlichtweg im Winter zu kalt ist. Im Sommer ist sie aber wunderbar zu tragen.

Ein großes Manko, das sich derzeit auch nicht unbedingt ändern lässt, hat weniger mit den Eigenschaften und viel mehr mit der Herstellung der Baumwolle zu tun. Bei der Baumwoll- Produktion fällt ein sehr hoher Wasserverbrauch an. Besonders in der Wachstumsphase ist dieser sehr hoch. Für ein Kilo Baumwolle werden rund 11.000 Liter Wasser verbraucht.

Mittlerweile konnte zwar durch eine bessere Schulung der Bauern und eine bessere Technologie der Verbrauch um ca. 40 Prozent reduziert werden, aber er ist dennoch sehr hoch. Durch weitere innovative Ideen soll nun die Tröpfchen- und Furchenbewässerung noch einmal verbessert werden, sodass der Wasserverbrauch weiter reduziert werden kann. Wann es so weit ist, steht aber noch in den Sternen.

Dabei ist übrigens egal, ob es sich um Bio-Baumwolle oder konventionelle Baumwolle handelt. Die Pflanzen brauchen einfach so viel Wasser, um zu wachsen.

Außerdem ist auch der Ort der Produktion ein Problem. Die wichtigsten Produzenten befinden sich in China, Indien, Pakistan und in den USA. Dort wächst die Baumwolle aufgrund der Gegebenheiten am besten. Doch um die Baumwolle weiterzuverarbeiten und später zu verkaufen, muss sie transportiert werden. Die langen Transportwege schädigen die Umwelt und sind nicht besonders nachhaltig. Dabei ist es auch wieder egal, ob es sich nun um bio oder normale Baumwolle handelt – beide Baumwollarten müssen transportiert werden, um an ihr Ziel zu kommen.

Wie wird Nachhaltige Baumwolle hergestellt? 

Wie jede Pflanze muss Baumwolle angepflanzt werden und braucht auch seine Zeit, bis sie reif und groß ist, um sie ernten zu können. Bei der Bio-Baumwolle wird auf die Fruchtfolge geachtet. So werden abwechselnd unterschiedliche Pflanzen eingepflanzt, damit der Boden sich erholen kann und weniger Dünger benötigt.

So kann es manchmal auch dazu kommen, dass nur Sonnenblumen angepflanzt werden und in einem Jahr kein Ertrag eingeht. Die Bauern werden natürlich trotzdem bezahlt. Auch können sie in dieser Zeit Lebensmittel anpflanzen, von denen sie leben können. Die Pause zwischen dem Anpflanzen von Baumwolle ist wichtig, damit Schädlinge sich nicht verbreiten können.

Wenn tatsächlich doch einmal Schädlinge auftauchen sollten, werden natürlich Feinde gegen diese eingesetzt und nicht giftige Spritzmittel, die wiederum dem Boden schaden. So werden zwischen den Baumwoll- Pflanzen auch andere Pflanzen gesät, damit kein Unkraut entstehen kann. Die Bauern sind außerdem dafür da, Schädlinge und Unkraut mit der Hand anstatt mit giftigen Unkrautentferner zu entfernen. Zur Düngung wird nur natürlicher Humus und Gülle oder Jauche verwendet.

Wenn die Zeit gekommen ist, um die Baumwolle zu ernten, verzichtet die Bio-Baumwolle auf Entlaubungsmittel. Das Entlaubungsmittel wird dafür eingesetzt, dass die Pflanzen ihr Laub abwerfen und nur noch die Baumwolle am Baum hängt. Das ist einfach für die Maschinen, weil sie dann nur noch die Baumwolle ernten können. Die Mittel sind außerdem gesundheitsschädigend für die Pflücker.

Bei der Bio-Baumwolle kommen diese Mittel nicht zum Einsatz. Stattdessen wird per Hand gepflückt. So dauert das Pflücken zwar länger, schont aber auch Umwelt und die Gesundheit der Erntehelfer.

Wenn die Baumwolle erst einmal gepflückt ist, möchte sie Weiterverarbeitet werden. Auch in der Weiterverarbeitung gelten die GOTS- zertifizierten Standards für Bio-Baumwolle, sonst darf sich das Produkt später nicht öko oder bio nennen.

So gibt es strikte Beschränkungen für den Einsatz von Chemikalien. Es gibt Auflagen für Farben, Öle beim Web- oder Strickprozess und auch für andere Hilfsstoffe, die bei der Herstellung von Kleidungsstücken und des Materials verwendet werden. Sie dürfen nicht giftig und müssen biologisch einwandfrei abbaubar sein.

Auch kommt es nicht zum Einsatz von Chlorbleiche, da sie die Umwelt schädigt. Sauerstoffbleiche wird stattdessen eingesetzt. Das Abwasser wird gefiltert oder behandelt, um sicherzugehen, dass keine Verschmutzungen oder giftige Stoffe in die umliegenden Gewässer abgeleitet wird.

Auch muss der Abfall der Produktion recycelt werden. Es müssen Strategien vorgelegt werden, wie Müll zu vermeiden ist und wie der entstandene Müll entsorgt wird. Früher wurde dieser nämlich einfach in die Umwelt gegeben. Heute müssen sich die Firmen um eine adäquate Entsorgung kümmern.

Generell darf bei Kleidungsstücken aus Bio-Baumwolle keine Accessoires wie Knöpfe, Reißverschlüsse oder Applikationen aus Plastik, also PVC, bestehen. Seit 2014 wurde es sogar zur Pflicht, dass alle Polyester-Bestandteile aus recycelten Materialien bestehen. Das Gleiche gilt auch für die Verpackungsmaterial wie Preisschilder, Tüten und Kartons.

Ist Bio-Baumwolle nachhaltig?

Da Bio-Baumwolle aufgrund ihrer Beschaffenheit sehr strapazierfähig und dadurch sehr lange haltbar ist, ist sie allein deswegen schon nachhaltig. Die Nutzungsdauer der Kleidung verlängert sich und so muss nicht ständig wieder etwas Neues hergestellt oder gekauft werden.

Da sie aus zellulose Fasern (pflanzliche Fasern) besteht, ist sie zudem zum großen Teil biologisch abbaubar. Auch normale Baumwolle ist biologisch abbaubar, denn sie besteht ebenso aus Zellulose.

Generell wird bei Bio-Baumwolle aber kein Mineralöldünger oder starkes Pflanzenschutzmittel eingesetzt, was normalerweise den Boden und die Umwelt schädigen würde. Auch wird die Baumwolle nicht irgendwo angepflanzt, sondern regional, wodurch sie nicht zusätzlich behandelt werden muss, um überhaupt zu wachsen.

So wird auch weniger Wasser verbraucht. Trotzdem ist bei der Herstellung von Baumwolle ein hoher Wasserverbrauch  nötig. Bei einem Kilo Baumwolle werden rund 11.000 Liter Wasser benötigt, was sie wiederum nicht unbedingt nachhaltig erscheinen lässt. Da das Wasser aber nicht mit Spritzmitteln und anderen giftigen Zusätzen verseucht ist, ist Bio-Baumwolle auf jeden Fall besser als herkömmliche Baumwolle.

Die Verwendung von Bio-Baumwolle ist also in jedem Fall sinnvoll. Da Baumwolle generell gekauft wird, da sie das beliebteste Material in der Textilbranche ist, sollte die Nachfrage nach nachhaltiger, fairer und Öko-Baumwolle gestillt werden. Die Menschen werden immer aufmerksamer gegenüber der Umwelt und so lohnt sich die Umstellung auf Bio-Baumwolle auf jeden Fall.

Auch ökologisch betrachtet lohnt sich die Herstellung, denn Baumwolle ist ein nachwachsender Rohstoff aus 100 Prozent biologisch abbaubarer Zellulose. Somit entsteht kein Müll, da das Material sich wieder komplett selbst auflösen kann. Bei Kunstfasern ist das Müllproblem vorhanden, weil sie sich eben nie auflösen. Sie können nur noch einmal weiterverarbeitet werden.

Umweltbelastungen können bei Bio-Baumwolle vermieden werden, die bei herkömmlicher Baumwoll- Produktion auftauchen wurden. Da Baumwolle recht langsam wächst, bis sie geerntet werden kann, wird immer wieder schnell das Feld bestellt, damit die Baumwolle sofort rasch nachwachsen kann. Der Boden kann sich dabei nicht erholen. Nach ein paar Jahren ist er heruntergewirtschaftet und erholt sich gar nicht mehr.

Schädlinge und Unkraut haben so leichtes Spiel und es muss immer mehr Dünger verwendet werden, damit überhaupt etwas wächst. Um nun die Erträge zu sichern, kommen oft gentechnisch veränderte Saatgut zum Einsatz, was wiederum nicht gut ist für den Boden. Ein Teufelskreis beginnt. Wer zu Bio-Baumwolle greift, vermeidet dieses Verhalten der Bauern. Pflanzenschutzmittel werden nicht eingesetzt und es wird auf die sogenannte Fruchtfolge geachtet, damit der Boden auch weiterhin vernünftig genutzt werden kann.

Wie pflegt man das Material?  

Bio-Baumwolle kann genauso wie normale Baumwolle gepflegt werden. Dafür müsst ihr einfach nur auf das Etikett schauen und die Pflegehinweise befolgen, damit ihr lange etwas von eurem Kleidungsstück aus Bio-Baumwolle habt.

Generell empfehlen wir euch Oberbekleidung, also T-Shirts, Longshirts, Sweatshirts, Hosen, Jeanshosen und Co., bei 30 Grad zu waschen. Unterwäsche sollte generell bei 60 Grad gewaschen werden, so auch die Bio-Baumwolle.

Zum Waschen ist kein spezielles Waschmittel notwendig. Ihr könnt einfach das verwenden, was ihr schon besitzt. Da Bio-Baumwolle nicht anfällig für Verfärbungen ist, könnt ihr Fleckensalze und optische Aufheller in Waschmitteln ignorieren. Ihr braucht sie schlichtweg nicht. Ganz wichtig ist beim Waschen aber, dass ihr die einzelnen Farben voneinander trennt. Ihr kennt das sicher von andere Kleidungsstücken: Wer rote Kleidung mit weißer Kleidung wäscht, braucht sich später nicht über rosa Kleidung wundern.

Nach dem Waschen solltet ihr die Kleidung aus Bio-Baumwolle etwas in Form ziehen und nicht aufhängen. Sie könnte sonst Abdrücke von den Wäscheklammern bekommen. Besser ist es, sie im Liegen zu trocknen. Auch den Trockner möchte die Baumwolle nicht von innen sehen, da sie aufgrund ihrer Beschaffenheit keine chemische Ausrüstung hat und dadurch einlaufen könnte.

Bügeln könnt ihr die Bio-Baumwolle, wenn sie noch feucht ist. Dafür stellt ihr das Bügeleisen auf eine niedrige Temperatur (maximal bis 200 Grad) und bügelt sie trocken. Über 200 Grad solltet ihr das Bügeleisen allerdings nicht stellen, da die Baumwolle wieder einlaufen könnte.

Falls sich doch einmal ein Fleck auf eurem Kleidungsstück zeigen sollte, müsst ihr immer erst die Farbechtheit (also ob das Kleidungsstück ausbleichen kann), auf der Innenseite überprüfen. Wenn das nicht der Fall ist, greift ihr zu Gallseife oder einem Reiniger mit Panamarinden- Extrakt, um den Fleck damit zu behandeln. Dafür wird das jeweilige Mittel auf den Fleck gerieben und anschließend in der Waschmaschine gewaschen. Ihr solltet auf keinen Fall Flecken- Benzin benutzen, da ihr sonst Ausbleichungen fördert oder sogar Löcher entstehen können.

Ist Bio-Baumwolle gleichzeitig Fair Trade Kleidung?

Nicht zwangsläufig, denn Fair Trade zielt auch auf die Arbeitsbedingungen ab. Bei Bio-Baumwolle ist nur garantiert, dass die Baumwolle biologisch und nachhaltig angebaut wird. Wer faire Kleidung möchte, muss sich nach einem anderen Zertifikat umschauen, dass ausschließlich Fair Trade Kleidung anbietet.

So ist auch ein T-Shirt, das aus Bio-Baumwolle hergestellt wurde nicht gleichzeitig ein komplettes Bio- T-Shirt. Das Bio- Zertifikat garantiert nämlich nur, dass die Faser aus ökologischem Anbau stammt, also Bio ist. Die weitere Verarbeitung bis zum fertigen Kleidungsstück hat nichts mit der Bio-Baumwolle zu tun ist ein ganz anderes Thema.

Wenn ihr sicher gehen wollt, dass euer T-Shirt auch bio und öko ist und nicht mit Lösungsmitteln, Schwermetallen oder Chemikalien hergestellt wurde, muss auf andere Textilsiegel achten. Genau wie bei der Fair Trade Kleidung, bei der zusätzlich auch auf ein anderes Siegel geachtet werden muss.

Was ist recycelte Baumwolle?

Recycelte Baumwolle wird aus bereits getragener Baumwolle aus bestehenden Kleidungsstücken, aus Verschnitt und überschüssigen Fasern und Garn gewonnen. Spinnabfälle werden zudem auch genutzt.

Alle Fasern, die wiederverwertet werden können werden geschreddert. Danach werden die Baumwollfasern aus den so entstandenen Fetzen gezogen. Diese werden wiederum kardiert, also zu einer losen Textilfaser vorbereitet. Danach wird das Ganze in ein Open- End- Spinnverfahren zu einem neuen Garn verarbeitet, das wiederum zu neuen Geweben versponnen werden oder verstrickt werden kann.

Recycelte Baumwolle ist dabei besonders nachhaltig, da sie nicht wieder neu eingefärbt werden muss, weil sie bereits vor dem Recycling gefärbt war. Zudem entfallen alle Probleme, die vorher bei der Herstellung von Baumwolle angefallen sind, da weder ein hoher Wasserverbrauch ansteht noch die Transportwege berücksichtigt werden müssen.

Ist diese recycelte Baumwolle auch Bio? Nein, normalerweise nicht, außer es befinden sich ein paar Bio-Fasern darunter. Bisher wird nämlich nicht in Bio-Baumwolle und herkömmlicher Baumwolle getrennt, weil dafür nicht ausreichend Fasern vorhanden sind. Wer recycelte Baumwolle kauft, tut aber auch etwas für die Umwelt und so ist es fast egal, ob bio darauf steht oder nicht.

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