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Was ist Viskose?

Das pflanzliche Material Viskose schlägt in diesem Jahr alle Rekorde. Immer mehr Hersteller wollen dieses Material herstellen, da es die Umwelt schon und günstig angebaut werden kann. Kaum jemand weiß, dass Viskose ursprünglich einmal ein Baum war.

Doch jetzt kann das Material richtig punkten und das nicht nur mit Nachhaltigkeit, sondern auch mit seinen robusten Eigenschaften, die es atmungsaktiv machen. Viskose kann tatsächlich auch 400 % seines Eigengewichtes aufnehmen – ein echter Held sozusagen. Und dabei ist Viskose auch noch kompostierbar und recyclebar.

Nicht nur die Umweltschützer freuen sich über dieses Material, sondern auch ihr. Aus dem einfachen Grund, dass immer mehr Kleidungsstücke aus Viskose Stoffen hergestellt werden, wird die Umwelt nach und nach mehr geschützt.

Super finden wir das! Ein Grund natürlich, sich einmal das Material Viskose ganz genau anzuschauen. Wir verraten euch heute, was Viskose eigentlich ist, wie sie hergestellt wird und welche Produkte aus ihr sind.

Was für Eigenschaften hat Viskose?

Als Viskose Stoff bezeichnet man eine künstlich erzeugte Faser, die aus Holz geschaffen wird. Sie wird ebenfalls Zellulose Faser (pflanzliche Faser) genannt und ist damit ein natürliches Gewebe. Viskose wird in einem chemischen Verfahren gewonnen und wird zu Endlosfasern aufgerollt.

Viskose ist so beliebt, da sie Baumwolle in nichts nachsteht. Sie greift alle positiven Eigenschaften von Kunstfasern, Seide und eben Baumwolle auf und überzeugt dabei vor allem mit dem Umwelt- Aspekt, denn Viskose kann bei uns angebaut werden, ohne die Umwelt zu schädigen. In Sachen Nachhaltigkeit ist sie die Nummer Eins.

Viskose ist dabei atmungsaktiv, weich, nimmt viel Feuchtigkeit auf, fusselt dabei nicht und hat den gleichen Abrieb wie Wolle. Daher kommt Viskose auch oft für Bekleidung in Frage, besonders im sportlichen Bereich. Darüber hinaus ist sie sehr leicht und trotzdem robust, weswegen sie auch für Bettwäsche und Sitzkissen verwendet wird.

Auch wenn Viskose chemisch hergestellt wird, handelt es sich dabei doch um eine Cellulose Faser und nicht um Kunstfaser. Kunstfasern werden nämlich komplett chemisch hergestellt und Viskose hat einen biologisch abbaubaren Grundkern.

Aber warum kam die Nachfrage für Viskose Stoff auf?

Die Herstellung ist preiswert. Aus diesem Grund hatten viele Hersteller schon die Idee Viskose ins Programm aufzunehmen.

Ganz nebenbei schont die Herstellung auch noch die Umwelt, da weniger Wasser, weniger Dünger und wenig Pflanzenschutzmittel verwendet wird, um die Pflanze groß zu bekommen und sie später zu verarbeiten.

Dazu kommt noch die Verarbeitungsmöglichkeiten. Viskose wird nicht nur in der Mode eingesetzt, sondern auch im Haushalt als Putzlappen oder Tampons. In der Mode kann das Material aber auch punkten, da es für fließende Schnitte optimal geeignet ist.

 

Was sind die Vorteile von Viskose?

Viskose hat tatsächlich ziemlich viele Vorteile gegenüber anderen Materialien. So ist sehr saugstark und kann deswegen viel Feuchtigkeit aufnehmen. Ganz nebenbei reguliert es den Feuchtigkeitshaushalt, wodurch ein optimaler Transport von Feuchtigkeit nach außen gewährleistet wird.

Wer Viskose als Kleidung trägt, schwitzt weniger, da die Feuchtigkeit an der Oberfläche verdampfen kann. Aus diesem Grund wirkt Viskose auch kühlend, besonders im Sommer. Das Material ist atmungsaktiv, sodass keinerlei Schweiß entstehen kann und findet deswegen oft seinen Einsatz bei Sportbekleidung.

Darüber hinaus ist Viskose für Allergiker geeignet, da das pflanzliche Material keinerlei Probleme auf der Haut verursacht. In Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz steht es ganz oben auf der Liste und ist zudem auch noch einfach zu färben, da es aus einer pflanzlichen Faser besteht. Dadurch wird weniger Färbemittel verwendet, was auch wiederum die Umwelt schützt. Das Tolle an Viskose ist, das sie für Allergiker geeignet ist, auch wenn eine Allergie auf Schurwolle und Baumwolle besteht, da es sich bei Viskose um Holz handelt.

Hat Viskose auch Nachteile?

Da der Viskose Stoff unglaublich viele Vorteile hat, fallen die Nachteile nicht schwer ins Gewicht. Ein paar von ihnen gibt es jedoch, die aber nicht wirklich schlimm sind. So ist Viskose leider nichts für Menschen, die nicht bügeln wollen. Aufgrund der pflanzlichen Fasern ist die Knitter- Neigung nämlich relativ groß.

Wenn ihr Viskose Teile also in die Waschmaschine steckt, kommen sie geknitter wieder heraus. Einfaches Aufhängen reicht nicht aus, um die Knitter zu entfernen und so muss auf jeden Fall gebügelt werden.

Ebenso empfindlich sind die Stoffe gegenüber der Waschmaschine. Nicht wegen der Waschmaschine an sich, sondern aufgrund der verschiedenen anderen Kleidungsstücke, die gegen das Material drücken. Das sorgt nicht nur für Knitter, sondern auch dafür, dass manchmal Löcher entstehen können, wenn zum Beispiel ein Reißverschluss am Material hängen bleibt. Hier hilft es nur, konsequent die Wäsche zu trennen, damit solche Löcher eben nicht entstehen können.

Da das Material ebenfalls stark knittert, ist es für den Trockner nicht geeignet. Außerdem kann es einlaufen, wenn es zu heiß im Trocknet getrocknet wird. Wen die Knitter nicht stören und wer eher mit kälterer Luft trocknet, bekommt aber keine Probleme mit Kleidungsstücken aus Viskose.

Alle Vorteile noch einmal auf einen Blick:

  • saugstark
  • reguliert die Feuchtigkeit
  • wirkt kühlend
  • atmungsaktiv
  • für Allergiker geeignet
  • nachhaltig
  • schont die Umwelt
  • leicht zu färben
  • Allergiker freundlich

Hier nochmal alle Nachteile kurz zusammengefasst:

  • Knitter stark
  • ist empfindlich mit anderer Wäsche
  • nicht unbedingt für den Trockner geeignet

Welche Materialien bestehen aus Viskose?

Viskose befindet sich in ziemlich vielen Materialien. Oftmals tritt es nämlich als Mischgewebe auf und wird zu chemischen und pflanzlichen Fasern hinzugemischt. Da die Herstellung ziemlich preiswert ist und dazu noch nachhaltig, ist das Interesse an dem Material natürlich groß. Auch liegt der Fokus auf Baumwollmischungen, weswegen Viskose häufiger verwendet wird.

Zudem gibt es aber auch Gewebe, die nur aus Zellulosefasern gefertigt werden. Zu diesen gehören zum Beispiel Modal, Lyocell oder Tencel.

Modal ist dabei ein Form von Viskose, die nur aus Buchholzfasern gewonnen wird. Dabei wird sie durch ein anderes Spinnverfahren hergestellt. Die Faser ist fester als andere Mischfasern mit Viskose, trocknet schneller und sorgt für einen noch schnelleren Feuchtigkeitsaustausch. Wenn Buchenwälder vor Ort vorkommen, ist Modal auf jeden Fall eine gute Option – vor allem, wenn es dem Träger oder der Trägerin um Umweltschutz geht.
Lyocell und Tencel sind ein und das Selbe. Lyocell ist eine umweltfreundliche Faser aus Pflanzen, die nachhaltig angebaut wird. Der größte Hersteller ist Tencel, weswegen der Name Tencel auch sehr weit verbreitet ist. Die Fasern erinnern bei Lyocell an Seide, werden aber aus Holz gewonnen. Bei der Herstellung werden ausschließlich Lösungsmittel eingesetzt, die die Umwelt nicht schädigen. Lyocell ist dabei noch saugfähiger als Baumwolle und hält kühler als Leinen, weswegen das Material oft für Sport- und Sommerbekleidung eingesetzt wird.

Wie wird Viskose hergestellt?

Die Herstellung von Viskose hört sich erst einmal ungewöhnlich an. Anders als Baumwolle wächst sie nämlich nicht auf Bäumen, sondern ist der Baum selbst. Viskosefasern werden durch allgemein bekannte Holzarten hergestellt. Dafür kommen Buche, Fichte oder auch Eukalyptus in Frage.

Bei einem chemischen Prozess wird aus dem Holz ein Zellstoff gewonnen, der dann wiederum weiter zu Viskose verarbeitet wird. Dabei wird der gewonnene Zellstoff in einer Natronlauge zersetzt und mit Schwefelkohlenstoff vermengt.

Daraus entsteht eine dickflüssige, zähe Masse, die viskos genannt wird. Daher leitet sich auch der Name von Viskose ab. Anschließend folgen einige Trennverfahren der Masse und einige Entlüftungen, damit das fertige Produkt später nicht mehr unangenehm riecht. Wenn dies geschehen ist, werden die entstandenen dünnen Fasern zu einem Garn gesponnen.

Dies geschieht durch das Pressen durch eine Spinndüse. Das Viskos wird zuvor durch ein Schwefelsäure- Spinnbad geleitet und anschließen durch eine sehr kleine Spinndüse gedrückt. Gerade einmal 50 Mikrometer ist die Spinndüse dick. Damit die Viskose später aussieht wie Baumwolle, wird sie im nächsten Arbeitsschritt gewaschen und gebleicht. Danach läuft alles auf große Ballen, die bis zu 350 kg wiegen können. Die Fäden können zu endlosen Fäden verarbeitet werden.

Bei Handwäsche: Verzichten man auf Auswringen der Kleidung

Wie pflege ich meine Kleidungsstücke aus Viskose?

Da die Viskose gerne knittert, muss sie ein bisschen mehr gepflegt werden als andere Materialien. Die Aufmerksamkeit, die ihr ihr schenkt, macht sich aber in vielen anderen Punkten bemerkbar, also investiert die Zeit ruhig. Viskose sollte in der Waschmaschine nur im Feinwasch- Programm bei maximal 40 Grad gewaschen werden. Eine geringe Schleuderdrehzahl sorgt dafür, dass die Kleidungsstücke nicht zu stark knittern.

Waschpulver setzt sich im Material ab. Es ist also besser, flüssiges Waschmittel zu verenden, das auch auf die Farbe des Kleidungsstücks abgestimmt ist. Optisch kann sich sonst wieder etwas ablagern. Reißverschlüsse, Knöpfe und andere Dinge, an denen Kleidung hängen bleiben könnte, sollten nicht zeitgleich mit Viskose- Teilen gewaschen werden, da sonst Löcher oder Scheuerstellen entstehen können.

Da die Fasern von Viskose Teilen stark knittern, solltet ihr sie auf keinen Fall in den Trockner stecken, da ihr sie sonst stundenlang bügeln könnt. Auf der Wäscheleine hängen sie sich aus, sind aber immer noch ein bisschen knitterig. Zudem können sie im Trockner auch einlaufen, also verzichtet ihr lieber ganz darauf.

Schlau ist, wer nicht auf Wäscheklammern setzt, da diese sonst wieder Abdrücke machen können. Ihr hängt die Viskose- Teile quasi einfach über die Leine. Wenn ihr die Kleidungsstücke nicht komplett auf der Wäscheleine trocknen lasst und sie noch leicht feucht bügelt, habt ihr das beste und vor allem schnellste Ergebnis.

Fall ihr auf Handwäsche setzt, solltet ihr auf keinen Fall die Viskose- Teile danach auswringen. Sie knittern sonst zu stark und ihr müsst wieder ewig bügeln. Außerdem dürfen Kleidungsstücke aus Viskose Stoff nicht auf die Heizung zum Trocknen. Sie könnten einlaufen bei zu heißen Temperaturen.

Was sind typische Produkte aus Viskose?

Da Viskose bis zu 400 % ihres eigenen Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist sie im Bereich der Sport- und Freizeitmode oft vertreten. Es ist angenehm in diesen Kleidungsstücken zu trainieren, weil ein ständiger Austausch von Feuchtigkeit gegeben ist. Noch dazu sind die Teile atmungsaktiv, was bei Sportmode sehr wichtig ist. Aber auch im Home- Bereich oder bei der Unterwäsche kommt Viskose zum Einsatz. Es liegt angenehm auf der Haut und sorgt für einen guten Austausch.

  • Freizeitmode
  • Sportmode
  • kurze Hosen
  • T-Shirts
  • Tops
  • Unterwäsche
  • Lingerie
  • Bettwäsche
  • Handtücher
  • Schwämme
  • Putztücher
  • Wattestäbchen

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