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Wildleder was ist das?

Wildleder ist das Trendmaterial der Stunde, denn die 70iger Jahre sind wieder da. Im Frühjahr zeigte es sich endlich wieder auf dem Laufsteg. Alle großen Designer setzten auf das altbekannte Material und ließen sich zu neuen Styles hinreißen. Wildleder kommt nämlich erstaunlich wandelbar in diesem Jahr daher und überzeugt auf ganzer Linie mit coolen Looks.

Ob mit Fransen, mit starker Oberflächenstruktur oder mit unterschiedlichen Farben ist es in diesem Jahr der Star im Kleiderschrank. Das Must Have der Saison kommt dabei in ganz unterschiedlichen Formen daher. Mal ist es ein Hemd, mal eine Hose und wieder wann anders ein Kleid. Auch Röcke und Overknees haben es euch angetan und werden immer wieder an den großen Stars gesichtet.

Es sieht nicht nur edel aus, sondern kann auch cool, edgy und trendy wirken. Dabei kommt es in verschiedenen Farben daher und überzeugt in Bordeaux, Khaki, aber auch in den unterschiedlichen Brauntönen, Schwarz, Senfgelb und Beige. Das Wildleder dominiert das Stadtbild, aber kaum jemand weiß, was es überhaupt ist und wie es hergestellt wird.

Wir werfen deswegen heute einen ganz genauen Blick auf das beliebte Trendmaterial. Wir verraten euch, wie es wirklich heißt, wie es getragen wird und wie ihr es reinigen könnt, falls der Winter mit schlechtem Wetter wieder einmal zugeschlagen hat. Heute erfahrt ihr alles über das Trend- Material Wildleder!

Was ist Wildleder?

Wildleder an sich gibt es gar nicht. Im deutschsprachigen Raum wird Veloursleder umgangssprachlich als Wildleder bezeichnet, was aber gar kein Wildleder ist. Wildleder an sich ist nämlich sehr selten, da Veloursleder von freilebenden, also wildlebenden Tieren sehr selten ist und damit einen hohen Preis hat. Wildleder bzw. Veloursleder wird normalerweise von Tieren gewonnen, die nicht frei leben, sondern in Gehegen gehalten werden.

Wildleder stammt von Tieren wie Hirschen, Elchen, Rehen, Kängurus oder Antilopen. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass die Haut von Rindern und Schweinen für Wildleder verwendet wird. Einen Unterschied gibt es nur in der Farbe der Haut und auch diese wird oft abgeschliffen. So ist Veloursleder generell fast kein Wildleder mehr, denn die Tiere leben definitiv nicht wild. Der Begriff Veloursleder stammt aus dem Französischen. Dabei wird „velours“ mit „Samt“ übersetzt. Der Begriff spielt auf die Oberfläche von Veloursleder an, die sich weich, rau und sehr samtig anfassen lässt. Veloursleder ist damit eine Begriffszusammenfassung von allen Lederarten, die eine weiche Oberfläche und einen samtigen Griff besitzen.

Alle Veloursleder- Arten haben gemein, dass die Oberfläche direkt aus den Fasern der Retikularschicht gewonnen wird. Bei Nubukleder hingegen wird die erste, oberste Hautschicht leicht angeschliffen, um den Look von Wildleder zu bekommen. Das feine Rauleder, was auch Nubuk genannt wird, bekommt durch das Anschleifen der Narbenseite einen samtigen Charakter.

Veloursleder ist für die Käufer etwas Besonderes, weil es schön aussieht, sich dabei gut anfühlt und edel wirkt. Doch tatsächlich wird bei der Herstellung von Veloursleder hauptsächlich Leder- Rohware in schlechter Oberflächenqualität benutzt. Das liegt daran, dass im Laufe der Verarbeitung die erste Hautschicht abgestoßen oder abgeschliffen wird und die darunter liegende Hautschicht eine Veredelung bekommt.

So braucht das Leder nicht von Anfang an toll aussehen, weil es sowieso eine Behandlung bekommt. Die Innenseite der Haut wird dann nämlich veredelt, damit die schöne Struktur zum Vorschein kommt und das Leder beim aufrauen weich wird.

Wie wird Wildleder hergestellt?

Bei Wildleder gibt es generell zwei Arten, um das Leder herzustellen. Es gibt die historische Art, bei der Veloursleder ganz altertümlich hergestellt wird und die industrielle Art, bei der Wildleder auf neuzeitliche Art zum Look gebracht wird.

Bei der historischen Art und Weise wird das Leder zuerst gereinigt. Dieser Vorgang nennt sich Weiche, weil das Leder eingeweicht wird. Anschließend kommt es in die sogenannte Schwitze. Die Schwitze ist ein Zersetzungsprozess, bei dem die erste Hautschicht mit Bakterien zerstört wird, damit der Gerber die obere Hautschicht mit einem stumpfen Messer entfernen kann.

Danach folgende die Prozesse Gerbung und Färbung, wie sie bei allen Lederarten stattfinden. Im Anschluss wird die Haut bearbeitet, damit die Oberfläche die typische Struktur bekommt. Dafür wird das Dolierrad oder ein Bimsstein benutzt. Da dieser Vorgang sehr arbeitsintensiv ist und lange dauert, hat die Industrie eine Methode erfunden, um schneller ans Ziel zu kommen.

Die Veloursleder, die ihr heute bekommt, sind fast alle industriell gefertigt. In der industriellen Fertigung wird Veloursleder zwischengetrocknet. Anschließend wird maschinell mit Schleifpapier die Haut bearbeitet, um eine schöne Struktur zu erschaffen. Danach geht das noch nicht fertige Veloursleder in die Färbung.

In der Färbung erreicht das Leder seinen schönsten Farbton, der oft farbecht daherkommt. Durch die Färbung ist das Veloursleder belastbarer. Es hält hoher Beanspruchung stand und kann deswegen auch als Schuh- Leder verwendet werden. Auch setzt dem bearbeiteten Leder das Tageslicht nun nicht mehr zu. Ungefärbtes Leder würde ausbleichen und porös werden, gefärbtes Leder nicht.

Welches Einsatzgebiet hat Wildleder?

Hier kommt es natürlich auf die Qualität des Leders an, denn Leder ist nicht gleich Leder. Je nach Einsatzzweck wird das Wildleder für den jeweiligen Bereich ausgewählt. So kommt es auf optische Qualität (Veloursleder, Spaltveloursleder) und auf die Rohwarenart (Schweinsvelours, Rindsverlours) an.

Wildleder ist bei vielen Kleidungsstücken und Accessoires zu finden, aber auch bei Möbeln. Veloursleder zeigt sich in der Kleidung bei Hosen, Jacken und Mänteln, Hemden und Blusen, Kleidern und Röcken. Bei den Accessoires zeigt es sich bei Schuhen und Taschen, aber auch bei manchen Schmuckstücken wie Hänge- Ohrringen.

Es wird aber auch bei Möbeln wie Sofas und Sessel als Überzug genutzt oder im Auto für die Sitze. Generell gibt es viele Einsatzorte von Veloursleder. Immer dann, wenn es ein bisschen weicher sein soll und Glattleder nicht geeignet ist, kommt das Veloursleder zum Einsatz.

Wie Wildleder reinigen?

Bei der Wildleder Reinigung könnt ihr vieles falsch machen. Oft entstehen Wasserflecken, die sich nur schwer entfernen lassen und auch das Salz auf der Straße im Winter ist nicht gerade freundlich zur Oberfläche. Doch wie genau reinigt man denn nun Wildleder? Wir erklären es euch!

  • Zuerst reinigt ihr stark verschmutzte Schuhe mit einer speziellen Wildlederbürste
  • Anschließend greift ihr zur Lederseife und entfernt den Fleck von außen nach innen in kreisenden Bewegungen
  • Danach geht ihr mit einem feuchten Tuch über den gesamten Schuh und lasst die Schuhe im Anschluss gut trocknen
  • Zum Schluss müsst ihr die Schuhe noch aufbürsten und schon sieht euer Wildleder- Schuhe aus wie neu.

Fall dabei Wasserflecken entstehen, könnt ihr diese folgendermaßen entfernen:

  • Zuerst müsst ihr den ganzen Schuh leicht mit Wasser befeuchten.
  • Danach greift ihr zur Wildlederbürste und schrubbt damit den ganzen Schuhe ab.
  • Jetzt muss er über Nacht trocknen. Am besten stopft ihr ihn dafür mit Zeitungspapier aus, damit die Nässe nicht ins Innere des Schuhs gelangen kann, sonst braucht er länger, bis er trocken ist.
  • Zum Schluss, wenn der Schuh trocken ist, bürstet ihr ihn noch einmal ab, um die raue Oberfläche wieder aufzustellen. Fertig!

Wie trägt man Wildleder heute?

Wildleder ist ein Material, das nicht nur bei Schuhen seine Verwendung findet. Zwar sind Schuhe die einfachst und leichteste Art, Veloursleder zu tragen, aber auch die Schwerste, um das Material wieder zu reinigen.

Nichtsdestotrotz gibt es in diesem Jahr den Trend um die Overknees aus Wildleder. Sie können in den unterschiedlichsten Farben daherkommen und sehen zu Rock und Skinny Jeans wunderbar elegant aus. Brauntöne sind besonders gefragt, Beige, Schwarz und dunkles Rot liegen aber auch im Trend. Getragen werden sie ganz locker und lässig, ohne das Outfit an sich zu reißen und stehen dabei trotzdem im Mittelpunkt.

Besonders angesagt sind Mäntel und Jacken aus Wildleder. Vor ein paar Jahren zeigte sich schon der Trend um die Lederjacke aus Wildleder mit Fransen. In diesem Jahr sind Pilotenjacken aus Veloursleder völlig angesagt. Oft sind sie mit einem kuscheligen Innenfutter ausgestattet, sodass ihr sie im Winter wunderbar tragen könnt.

Auch Wildleder- Mäntel haben Hochkonjunktur. Sie kommen ebenfalls in kuscheligen Varianten daher. Schlau ist, wer auf ein ausknöpfbares Innenfutter setzt, so könnt ihr den Mantel oder die Jacke noch tragen, wenn es wärmer wird.

Getragen werden Wildleder- Mäntel und -jacken am liebsten in Kombination mit Kleidern und Röcken. Generell ist der Look aus robustem, edlen Mantel zu luftigem Kleid oder Rock am schönsten. Abgerundet wird der Style mit Lederstiefeln und einem kuscheligen Schal.

Ein weiterer Trend zeigt sich in Form von Röcken. Diese können in Mini-, Midi- oder Maxi- Ausführungen daherkommen. Am meisten überzeugt aber der Midi- Rock, der bei den Stars schon ganz vorne mit dabei ist. Mit einer auffälligen Knopfleiste an der vorderen Mitte sieht er besonders gut aus.

Wildlederröcke passen wunderbar in die kalte Jahreszeit, aber auch in die Übergangszeit, wo sie nicht nur schick aussehen, sondern auch Wärme spenden. Dazu kombiniert ihr einen kuscheligen Strickpullover, einen Trenchcoat und schon kann es losgehen.

Neu ist auch, dass Kleider nun aus Wildleder daherkommen. Besonders Etuikleider erleben mit dem Material einen ganz neuen Look. Sie wirken elegant, ein bisschen edgy, vor allem aber ungewohnt warm. Unter das Kleid könnt ihr einen kuscheligen Rollkragenpullover und eine Strumpfhose anziehen. So friert ihr auch nicht bei kälteren Temperaturen. Dazu gibt es einen Trenchcoat, um den Stil vom Etuikleid wieder aufzugreifen und fertig ist der Look.

Wenn ihr es etwas wilder mögt, greift ihr einfach auf ein Wildlederhemd oder eine Wildlederbluse zurück. Auch Westen aus Wildleder sehen cool aus. Gern überzeugen sie mit kleinen und großen Fransen, um den Boho Look aufleben zu lassen. Wer nun noch auf einen coolen Look oder eine coole Jeans setzt, hat ein cooles Outfit.

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