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Alle Informationen zu Cord - Cordstoff

Cord wurde zunächst vor allem in Manchester produziert

Was ist Cord?

Jeden Herbst und Winter zieht der Cord Stoff in euren Kleiderschrank ein. Er ist ein unglaublich praktisches Gewebe, das nicht nur warm hält, sondern auch noch toll aussieht. Dabei lässt er sich bequem tragen und ist robust, wodurch ihr lange euren Spaß an ihm haben werdet.
Kord kann dabei ganz unterschiedliche Bezeichnungen haben. Das hängt vor allem mit den unterschiedlich großen Rippen zusammen, die bei der Herstellung festgelegt werden. Sie sorgen auch dafür, ob das Gewebe eher schwer oder eher leicht ist.
Heute werfen wir einen Blick darauf, welche Eigenschaften Cord hat, wie ihr ihn am besten pflegen könnt, um lange etwas von den samtigen Rippen zu haben und bei welchen Gelegenheiten er Verwendung findet.

Was ist Cord?

Cord ist ein sogenanntes Hohlschussgewebe, das auch Kord, Schnürlsamt, Schnürdelsamt, Corduroy oder Manchester genannt wird. Es wird in Cord- Bindung hergestellt und zeichnet sich durch seine samtartigen Längsrippen aus, die in Fadenlaufrichtung auf der Oberseite des Stoffes zu finden sind.
Das Material wird je nach Breite und Anzahl der Rippen unterschiedlich benannt. Dabei wird auf die gesamte Stoffbreite geachtet. So gibt es sechs verschiedene Bezeichnungen für Cord, je nachdem, wie viele Rippen sich auf 10 Zentimetern des Gewebes befinden.

Welche Cordarten gibt es?

  1. Kabelcord (bis 10 Rippen je 10 cm Gewebe)
  2. Breitcord (10 bis 25 Rippen je 10 cm Gewebe), auch Trenkercord genannt
  3. Manchester ( 25 bis 40 Rippen je 10 cm Gewebe), Genuacord genannt
  4. Feincord (44 bis 50 Rippen je 10 cm Gewebe)
  5. Babycord (mehr als 40 Rippen je 10 cm Gewebe)
  6. Cordsamt (mehr als 50 Rippen je 10 cm Gewebe)

Es gibt aber auch den sogenannten Fancy Cord, der über unterschiedlich breite Rippen verfügt und in keine Kategorie eingeordnet werden kann. Er steht für sich selbst und kann sehr interessant sein. Seinen Einsatz findet er oft bei Cordhosen, die dadurch spannend aussehen können.
Der Stoff besteht zu 100% aus Baumwolle, kann aber auch Lycra (Elasthan) oder Polyester zugemischt bekommen, um dehnbar zu werden. Dehnbaren Cord nennt man Stretch Cord. Stretch Cord sitzt figurbetont, eng und kann nicht ausleiern oder ausbeulen, da das Elasthan sich immer wieder zurückzieht, weil es sehr elastisch ist.
Cord hat wie Samt auch eine Strichrichtung, die beachtet werden muss, wenn ihr mit dem Material arbeitet. Der Stoff siegt gegen den Strich nämlich ganz anders aus als mit dem Strich und fühlt sich auch anders an. Die Strichrichtung gibt vor, wie der Stoff sich anfühlt. Wenn er von oben nach unten gestrichen wird, also mit der Strichrichtung vom Material, ist er weich und flauschig. Wenn von unten nach oben, also gegen die Strichrichtung gestrichen wird, ist er ein wenig rau und griffig.
Das praktische an dem Stoff ist, dass er sich wie Denim bearbeiten lässt. Verschiedene Looks können mit ihm kreiert werden, da das Material sehr robust ist. Es gibt Used Looks, bei denen der Stoff ausgebleicht oder ausgewaschen wird oder auch den Antik Look, bei dem die Kleidung noch abgenutzter nach der Behandlung aussieht.
Die Herkunft des Wortes Cord ist bis heute übrigens immer noch nicht geklärt. Früher hieß das Material Manchester, weil es dort zum ersten Mal produziert wurde. Wie es danach zum Begriff Kord kam, kann aber niemand mehr mit Sicherheit sagen. Höchstwahrscheinlich leitet sich Cord aber vom englischen Bericht Corduroy ab und ist eine Kurzform davon.

Welche Eigenschaften hat Cord?

Wichtig für einen guten Cordsamt ist eine feste Floreinbindung. Nur durch sie hält das Material einiges aus. Durch mehrere Faktoren wird bestimmt, ob ein Cordgewebe gut ist oder nicht. Das verwendete Material, Fadenart, Kett- und Schussdichte, die Grundbindung und die Ausrüstung spielen mit hinein, ob ein Kord positive Eigenschaften hat oder nicht.
So kann ein Kord in Baumwolle, Viskose hergestellt werden, mit Garn oder Zwirn genäht werden, in Leinwand oder Köperbindung sein und in der Ausrüstung zum Beispiel wasserfest gemacht werden. Je nachdem für welchen Kord ihr euch entscheidet, sind die Eigenschaften dann auch anders.
Generell ist Kord in vielen Farben und unterschiedlichen Breiten zu bekommen. Die Haptik gestaltet sich weich, voluminös, samtig und strukturiert. Beim Tragen ist das Tragegefühl eher schwer, weil das Material dicker ist als andere Materialien. Allerdings hält es dadurch auch wärmer.
Kord kann auch aus Seide gefertigt werden, dann glänzt er mehr und ist geschmeidiger.

Wie wird Cord hergestellt?

Die Entdeckung von Cordstoff entstand höchstwahrscheinlich bei der Herstellung von Samt. Ob dabei ein Fehler gemacht wurde, ist unklar, aber die beiden Herstellungsarten ähneln sich so stark, dass wahrscheinlich durch Zufall ein neues Material erfunden wurde. Bei Samt werden die Rippen am Ende des Herstellungsprozesses nämlich aufgeschnitten und bei Cord nicht. So liegt es nahe, dass es wahrscheinlich einfach vergessen wurde. Die nicht aufgeschnittenen Rippen haben anscheinend gut gefallen, sodass ein neuer Stoff in Manchester eingeführt wurde: Kord.
Aber von Anfang an: Kord ist ein Gewebe, das wie alle Gewebe mittels Webvorgang hergestellt wird. Früher wurde dies per Hand gemacht, heute erledigen die Arbeit Maschinen. An der Optik gibt es aber keinen Unterschied zu früher und heute. Kord wird in Leinwandbindung hergestellt. Oft mit 4-bindigen Köper, manchmal sogar in 5-bindiger Atlasbindung für besonders schwere und dicke Rippen. Kord zählt dabei zu der Gruppe der Samtstoffe. Samtstoffe werden im Webvorgang mit einem zweiten Schuss- oder Kettfaden hergestellt. Das heißt, ein zusätzlicher Faden kommt ins Spiel, womit das Material besonders weich wird. Er wird in jedem zweiten Webvorgang mit einbezogen, sodass die Rippen entstehen können.
Da es viele unterschiedliche Arten von Kord gibt (Babycord, Breitcord, Manchester, etc.), ist der Abstand der Rippen entscheidend. Über ihn wird schon beim Weben entschieden und je nachdem, welcher Kord entsteht, werden die Rippen breiter oder weniger breit gemacht.
Beim Weben wir außerdem die Strichrichtung festgelegt, die je nachdem, wie das Gewebe gewebt wird, unterschiedlich sein kann. Je nachdem, in welche Richtung die Längsrippen zeigen, kann gegen den Strich oder mit dem Strich hergestellt werden. Die Stoffe unterscheiden sich dann in ihrer Optik und ihrer Haptik.
Beim Cordsamt wird ein Schussfaden erzeugt, der im Flor verbleibt und so für die Streifenwirkung sorgt. Das gesamte Gewebe behält seine Schlaufen bei, die den Faserflor darstellen und für die Rippen- Optik sorgen. Die Schlaufen sind auch das, was das gesamte Gewebe zusammenhalten. Anders als beim echten Samt werden sie nicht aufgeschnitten.
Während des Webens wird außerdem entschieden, ob es sich um einen Stretchcord handelt oder nicht. Wenn ein Stretchcord hergestellt werden soll, werden dem Baumwollanteil von rund 95% knapp 5% Elasthan zugemischt, damit das Kleidungsstück schön anschmiegsam wird.
Falls kein Stretchcord entstehen soll, wird Baumwolle mit bis zu 80 bis 90% benutzt und knapp 10 bis 20% Polyester.

Was sind die Vorteile von Cord?

Cord hat viele positive Eigenschaften, die euch im Alltag weiterhelfen. Das Material ist strapazierfähig, robust und hat eine hohe Haltbarkeit. Wenn ihr euch also für eine Cordhose oder -jacke entscheidet, werdet ihr viel Freude daran haben.
Außerdem ist Kord ein Gewebe, das besonders aussieht. Es wirkt edel, schick und glamourös und das obwohl es robust ist. Die besondere Struktur verleiht dem Stoff eine besondere Optik, die von keinem anderen Material imitiert werden kann.
Besonders im Winter werdet ihr euch über ihn freuen, da er mit seinen dicken Rippen wunderbar warm hält. Dabei ist er weich, voluminös und kuschelig – ein echter Allrounder für kalte Tage und eine klasse Abwechslung zur altbekannten Jeanshose. Es gibt ihn in den unterschiedlichsten Farben, sodass es nie langweilig wird und so könnt ihr auch ein bisschen Farbe in den Winter bringen.

Hat Cord auch Nachteile?

Ja, leider hat Kord auch ein paar Nachteile. Sie überwiegen aber nicht die Vorteile, sodass ihr euch ohne Probleme für einen Cordstoff entscheiden könnt. Kord ist leider oftmals nicht wasserdicht. In starkem Regen saugt er sich quasi voll und wird ziemlich schwer. Es gibt aber Ausrüstungen, die dafür sorgen, dass er wasserdicht ist. Dafür zahlt man dann natürlich auch extra.
Außerdem ist Cord ein bisschen pflegeintensiver. Er darf nicht gebügelt, geschleudert oder in den Trockner gesteckt werden. Aber wenn ihr auf die richtige Pflege achtet, habt ihr lange Spaß mit dem Material.

In welchen Kleidungsstücken wird Cord verwendet?

Cord findet seine Verwendung vor allem in der Bekleidung und im Haushalt. Typischerweise ist Cord bei Hosen besonders beliebt. Die Cordhose für Herren, Cordhose für Damen oder auch für Kinder erfreut sich große Beliebtheit. Die Cordhose gibt es in vielen Passformen und oft geht sie mittlerweile nach den neuesten Trends. Es werden aber auch Westen, Jacketts, Blazer, Jacken, Mäntel und Röcke aus dem robusten Material gefertigt. Es gibt klassische Schnitte, aber auch sportliche Formen zu sehen. Besonders bei den Cordhosen ist die Auswahl sehr groß.
In der Trachtenmode, Landhausmode und in der Zunftbekleidung hat Kord eine übergeordnete Rolle. Es gilt als klassischer Rohstoff und kommt immer wieder zum Einsatz. Gerade bei den Zünften gibt es verschiedene Farben für verschiedene Zünfte. So kann die Zugehörigkeit eingeordnet werden.

Zunftbekleidung aus Cord fuer Handwerksgesellen

 

Gerade die Handwerkszunft setzt auf solche Farben. Wanderne Handwerksgesellen besitzen seit jeher eine Weste und eine Hose aus Cordstoff. Bei Berufen mit Stein waren und sind die Farben Weiß oder Braun, bei Metallberufen waren sie blau und bei Berufen mit Holz Schwarz. Auch der Schornsteinfeger trägt schwarzen Kord, allerdings eher aus Logik, da er bei seiner Arbeit schwarz vom Ruß wird.
Gleichzeitig ist die Zunftbekleidung auch Arbeitskleidung und dafür ist das Material besonders gut geeignet, da es robust ist und nicht schnell reißt. Mittlerweile werden auch Schuhe und Hüte aus Kord hergestellt, da sie sehr robust, strapazierfähiger und eben schmutzabweisend sind.
Doch auch im Haushalt hält der Stoff Einzug. So gibt es viele Sofas, Sessel und Hocker, die mit dem Material bezogen wurden, da es lange hält und auch Flecke zulässt, die leicht wieder entfernt werden können. Außerdem kommt Kord auch bei Putzlappen vor, mit denen gewischt werden kann. Das Material lässt sich leicht wieder ausbürsten und ist wunderbar schmutzabweisend.

Wie pflegt man das Material?

Kord ist zwar ein robustes, strapazierfähiges Material, sollte aber trotzdem seine Aufmerksamkeit bei der Pflege bekommen, damit ihr lange Freude daran habt. So muss er zum Waschen umgedreht werden, damit der weiche Flor nicht kaputt aus der Wäsche kommt. Die samtige Seite sollte deswegen nach innen gedreht werden, um nicht beschädigt zu werden.
Zudem solltet ihr auf den Schonwaschgang setzen mit maximal 40 Grad setzen. So bleibt die Strapaze für den Stoff gering. Wer nun noch zu Feinwaschmittel oder einem sanften Babyshampoo greift, hat alles richtig gemacht.
Wenn ihr den Stoff zu heiß wascht, könnte er einlaufen. Da er zu großen Teilen aus Baumwolle besteht und zu einem oftmals kleinen Teil aus Elasthan, kann es passieren, dass er kleiner wird und später ausbeult. Elasthan verliert seine Dehnbarkeit bei heißen Temperaturen und Baumwolle läuft generell ein, wenn sie zu heiß gewaschen wird. Wer seine Kord- Kleidungstücke enger machen will oder sie kürzen möchte, sollte bis nach der ersten Wäsche damit warten. Vielleicht hat sich das Problem damit schon erledigt. Den Trockner verträgt das Material auch überhaupt nicht. Hier kann es ebenfalls einlaufen oder filzen. Genau das gleiche gilt fürs Schleudern. Wenn Cord geschleudert wird, verliert er sein tolles Aussehen und kann Filzen.
Beim Lufttrocknen solltet ihr außerdem mit den Wäscheklammern aufpassen, da sie für Druckstellen sorgen können. Diese gehen erst beim nächsten Waschgang oder wenn ihr großes Pech habt, gar nicht mehr heraus. Also lieber ohne Klammern trocknen. Wer will, kann den Stoff nach dem Trocknen in Form bürsten, damit die einzelnen Rippen wieder stehen. Bügeln solltet ihr ebenfalls vermeiden, da der Cordstoff sonst speckig aussehen kann. Er wirkt plattgedrückt und unfertig. Besser ist es, ihn in Form zu ziehen, um Falten zu entfernen. Das macht ihr am besten, während er noch nicht trocken ist. Wenn er aber schon trocken ist, könnt ihr ihn mit etwas Wasserdampf formbar machen und so die Falten entfernen.
Falls ihr ihn aber unbedingt waschen müsst, greift ihr zur geringsten Stufe und bügelt ihn auf links. So werden die Rippen nicht verbrannt oder zu stark plattgedrückt. Am einfachsten ist es, ein nasses Tuch zwischen Bügeleisen und Stoff zu legen, um die Rippen nicht zu stark zu drücken.

Hier noch einmal kurz zusammengefasst, woran ihr euch halten solltet, um lange ein schönes Kord- Teil zu haben:

  • Auf links waschen
  • Schonwaschgang
  • Maximal 40 Grad → kann sonst einlaufen
  • Feinwaschmittel oder Babyshampoo
  • Kein Trockner
  • Nicht schleudern
  • Keine Wäscheklammern → Druckstellen
  • Nicht Bügeln, lieber Lufttrocknen

Der ganze Pflegeprozess hört sich sehr aufwendig an, ist aber in der Realität recht leicht. Kord an sich ist ein tolles Material, das viele Vorteile bringt und so sind die Nachteile in der aufwendigen Pflege zu vernachlässigen.

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