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Wissenswertes über das Material Twill

Twill wird auch Köperbindung genannt

Der Twill ist eine der drei Grundbindungsart, auf die es in der Mode ankommt. Neben der Leinwand- und der Atlasbindung ist die Köperbindung (wie Twill auch genannt wird), das wichtigste, was es in der Mode gibt. Ohne diese Grundbindungen würde es gar keine Materialien für Kleidung geben.

Twill zeichnen sich durch einen schräg verlaufenden Grat aus, der besonders bei Denim zum Einsatz kommt. Doch nur wenige von euch wissen, dass auch andere Materialien Twill sein können. Twill Stoffe sind eigentlich alle Stoffe, die eine Köperbindung besitzen, deswegen ist der Begriff tatsächlich recht breit gefächert.

Alle Twill Stoffe sind robust, strapazierfähig und wurden früher hauptsächlich für Arbeiterhosen eingesetzt. Doch heute schlägt vor allem Denim bei den Trends ein und so ist der Twill wieder im Gespräch.

Wir verraten euch heute, was Twill überhaupt ist, wie er hergestellt wird und welche Verwendung er hat. Wir durchleuchten den Twill für euch ganz genau!

Was ist Twill?

Twill ist ein gewebter Stoff. Bei den gewebten Materialien wird in drei Grundbindungsarten (Arten, in denen ein Gewebe hergestellt werden kann) unterschieden. Eine Grundbindungsart ist Twill. Twill wird auch Köperbindung genannt. Oft wird Twill bei robusten Stoffen verwendet, so zum Beispiel beim Denim.

Das Erkennungsmerkmal von Twill ist ein schräg verlaufender Grad. Es gibt dabei zwei verschiedene Gratrichtungen: Den S-Grat- Köper und den Z-Grat- Köper. Der S-Grat- Köper verläuft dabei von der linken oberen Ecke zur unteren rechten Ecke. Der Z-Grat- Köper beginnt links in der unteren Ecke und läuft nach recht oben zur Ecke. Anhand des Fadenverlaufs könnt ihr ganz einfach erkennen, um welche Grat es sich handelt, denn der Buchstab ( S oder Z) gibt den Verlauf des Materials vor.

Davon abgesehen wird in Schussköper und Kettköper unterschieden. Ausschlaggebend für die Bezeichnung ist, welcher Faden beginnt und oben liegt. Immer die Seite, die im Webstuhl oben liegt, ist die Außenseite (rechtes Warenbild) eines Materials. So kann es zu Unterschieden kommen, wenn entweder der Kettfaden oben liegt oder der Schussfaden als erstes kommt.

Jeans ist beispielsweise ein Kettköper, da der erste Faden ein Kettfaden ist. Gut zu erkennen ist das Warenbild bei Denim außerdem auch, weil mit weißen und blauen Fäden gearbeitet wird. Der blaue Faden ist immer der Kettfaden und so ist die blaue Warenseite außen. Also ist ein Denim ein Kettköper. Der Schussfaden ist weiß beim Denim und befindet sich immer auf der Innenseite der Hose.

Es gibt aber auch gleichbindige Köpergewebe, bei denen das Gewebe auf der linken und auf der rechten Seite gleich aussieht. Die dicke eines Twills richtet sich nach der Fadendichte. Je mehr Fäden verwendet werden, desto dicker und robuster ist auch das Material. Es ist aber auch möglich, einen dünnen Köper bzw. Twill herzustellen, der weich fällt und glatt aussieht. Dafür müssen nur weniger Fäden verwendet werden.

Wie wird Twill hergestellt?

Die Herstellung von Twill an sich ist recht einfach. Hierbei wird mit einem Webstuhl gearbeitet, auf dem der Twill Stoff hergestellt wird. Dabei werden die Kettfäden als erstes eingespannt und zwar senkrecht von oben nach unten. Das sind die Kettfäden des Gewebes, die sich ab diesem Moment nicht mehr verändern lassen.

Hinzu kommen die Schussfäden, die quer beim Webvorgang quer eingearbeitet werden. Schussfäden heißen so, weil sie in einer bestimmten Art in das Gewebe eingebracht werden. Beim Webvorgang selbst schiebt nun der sogenannte Schütze den Schussfaden durch das Webfach. Dieser Vorgang wird schießen genannt.

Nach und nach werden nun die Kett- und Schussfäden miteinander verkreutzt, sodass ein Gewebe entstehen kann. Immer gleichmäßig wird gewebt, damit das Warenbild am Ende keine Wölbungen oder ähnliches hat, wodurch Schwachstellen entstehen könnten.

Was sind die Eigenschaften von Twill?

Es kommt natürlich darauf an, welche Art von Twill hergestellt wurde. Daraus resultieren die speziellen Eigenschaften des Gewebes. Allerdings kann Twill Stoff grob in vorhandene Eigenschaften aufgeteilt werden, da fast alle Twill Gewebe diese haben. So ist Twill grundsätzlich robust, strapazierfähig und elastisch . Der besondere Cavalry Twill, der einen militärischen Ursprung hat, ist dazu auch atmungsaktiv.

Aufgrund der Webart ist das Gewebe robust. Ihm kann so leicht nichts anhaben, weswegen es auch strapazierfähig ist. Nicht umsonst wurden früher die Arbeiterhosen aus Denim, also in Köperbindung und Twill, gefertigt. Sie halten einiges aus. Ihr könnt euch mehrfach damit hinknien oder auf den Knien umher rutschen, ohne dass etwas passiert und so ist Twill für Kinder auch optimal geeignet.

Das strapazierfähige Gewebe hält lange und ist dazu noch angenehm zu tragen. Außerdem ist es zum Teil elastisch. Es kommt immer darauf an, was dem Twill beigemischt wurde, aber auch von Natur aus ist Twill aufgrund der Köperbindung elastisch - zumindest in eine Richtung.

Wenn Elasthan bei der Herstellung hinzugegeben wird, ist der Twill Stoff sogar noch elastischer als von Grund aus. Mit einem Stretch- Anteil kann Twill auch bi- elastisch, also in beide Richtungen dehnbar, sein. Das Material zieht sich natürlich auch wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

Besonders bei Skinny Jeans und Röhrenjeans findet eine Beimischung von einem Stretch- Anteil statt, damit die Hose wieder ihre ursprüngliche Form nach dem Tragen erlangt und während des Tragens angenehm auf der Haut liegt. So könnt ihr jede Bewegung machen.

Außerdem praktisch ist, dass Twill eine tolle Alternative zur Baumwollhose darstellt. Das Material ist nämlich knitterfrei und gleichzeitig strapazierfähig, was nicht viele Materialien von sich behaupten können. Wer also keine Lust auf das Bügeln hat, greift am besten zum Twill Stoff.

Durch die charakteristische, diagonale Struktur des gewebten Twills ist das Material automatisch haltbarer als andere Materialien, die in Leinwandbindung gewebt wurden. Diese Materialien sind nicht so stark strapazierfähig, da öfter ein Loch hineinkommen kann.

Selbst falls einmal ein Loch entsteht, könnt ihr es ganz einfach reparieren. Anders als andere Stoffe ribbelt sich Twill nämlich nicht auf und bleibt in seiner Form erhalten. So könnt ihr das Loch einfach stopfen. Das Beste daran ist: Man sieht es nicht und so hält Twill also noch länger.

Aufgrund seines Webbildes ist Twill auch immer wieder zu erkennen. Die Köperbindung sticht ins Auge, auch wenn sie fein ist. Durch sie erhält der Twill ein glänzendes Äußeres, weswegen er auch für edle Bekleidung genutzt werden kann.

Twill bietet euch also viele positive Eigenschaften, die wir euch jetzt noch einmal kurz zusammenfassen wollen.

Diese positiven Eigenschaften hat Twill:

  • Robust

  • Langlebig

  • Pflegeleicht

  • Muss nicht gebügelt werden

  • Atmungsaktiv

  • Leicht zu reparieren

  • Wasserabweisend

  • Schönes Webbild

  • Glänzend

  • Viele Arten von Twill auf dem Markt

Hat Twill auch negative Eigenschaften?

Leider Ja, aber die negativen Eigenschaften sind fast zu vernachlässigen. Es ist so, dass Kleidungsstücke aus Twill lange brauchen bis sie trocknen. Da das Gewebe in Köperbindung sehr dick gewebt wird, können sich die Teile ziemlich stark vollsaugen, wodurch der Trockenvorgang länger braucht als bei anderen Materialien.

Außerdem hält Twill nicht besonders warm, ist aber zugleich auch kein kaltes Material. Die eng verwebten Fäden schützen vor Wind und Regen, sind aber nicht unbedingt ein dauerhaftes Mittel, um sich warmzuhalten. Im Winter sind sie daher eher ungeeignet.

Diese negativen Eigenschaften hat Twill:

  • lange Trockenzeit

  • hält nicht besonders warm

 

Für was wird Twill verwendet?

Twill ist Denim! Alle Jeansjacken, Jeanshosen, Jeansröcke, Jeansblusen und Jeanshemden sind aus Denim, also auch aus Twill. Twill wird grundsätzlich für robuste Kleidung verwendet, die lange halten soll und hat damit auch viele andere Einsatzgebiete.

So hat der Twill im Militär- Bereich seine Berechtigung. Hier geht es oftmals rau zu, da auf der Erde entlang gerobbt oder durch Schlamm gewartet wird. Die Menschen beim Militär brauchen ein robustes Material, das jede Bewegung mitmacht, atmungsaktiv und dazu noch bequem ist. Sie dürfen sich vom Gewebe nicht einschränken lassen. Twill ist hierbei optimal geeignet, da das Material lange hält und alle anderen Eigenschaften aufweist, die gefragt sind.

Twill Stoff kann aber auch elegant werden. Er wird so auch gerne als Stoff für einen Anzug verwendet. Ihr könnt elegante Anzüge für besondere Anlässe, aber auch sportive Anzüge für die Freizeit erstehen. Auch Sakko- Mäntel und Blazer kommen gerne aus Twill daher. Besonders oft wird das Karomuster verwendet, das dem Twill Stoff ein unverwechselbares Äußeres gibt und einen rustikalen Look zeigt.

Dabei merkt man gar nicht, dass der grobe Twill, der bei Denim und in der Military Wear eingesetzt wird, auch zart sein kann. Immer, wenn weniger Fäden verwendet werden, wird Twill sehr seidig und glänzend. So kann er bei edlen Anlässen ebenfalls zum Einsatz kommen.

Auch Übergangsmäntel lassen sich aus Twill herstellen. Sie sind gut tragbar, strapazierfähig und mittelschwer. Leider hält Twill nicht besonders warm, wodurch die Mäntel im Winter zusätzlich gefüttert sein müssen.

Wer nun aber denkt, dass nur Kleidungsstücke der Oberbekleidung aus Twill hervorgebracht werden können, der irrt sich. Das Material kann genauso gut fein verarbeitet werden, sodass man zu Baumwolle oder Seide kaum einen großen Unterschied erkennt. Nur Kenner können diesen Sehen. Praktisch ist natürlich, dass Twill viel länger hält als ein normales Baumwollstück. Dafür kostet es natürlich aber auch etwas mehr.

Besonders angesagt sind Hemden aus Twill, die einen edlen Look mit einem angenehmen Griff vereinen. Im Winter sind sie besonders gefragt, da sie einen leicht wärmenden Charakter haben, aber nicht aussehen wie ein Flanellhemd. Dazu kommt eine fein schimmernde Optik, die das Hemd aus Twill edel und vornehm aussehen lässt.

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