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Was für Wascharten gibt es bei Jeanshosen?

Geht es hier ums Waschen von Jeanshosen? Nein! Es geht um die Wascharten! Otto Normalverbraucher kann mit diesem Begriff oft nichts anfangen. Aus diesem Grund kümmern wir uns heute um die Bezeichnung, hinter sich etwas ganz anderes versteckt, als es auf den ersten Blick zu sehen ist.

Bei den Wascharten geht es nämlich darum, wie eine Jeanshose gewaschen wird, um einen bestimmten Effekt zu bekommen. Effekte wären zum Beispiel der Used Look oder auch Bleached Denim. Beides Begriffe, die ihr vorher wahrscheinlich schon gekannt habt und die euch geläufig sind.

Tatsächlich entstehen sie nicht einfach so, sondern sind eine Veredelung oder Finish, wie es im Englischen heißt. Wascharten kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Indigo Farbton der Jeanshose nicht ausreicht und ein anderes Aussehen gewünscht ist.

Früher haben Jugendliche dafür zum Beispiel zur harten Bürste gegriffen und stundenlange über eine Stelle an der Jeanshose gebürstet. So entstand ein Used Look, auf den sie damals nicht jahrelang warten mussten. Kräftezehrend war es allemal, aber die Jugendlichen von damals setzten sich auch noch stundenlang in die heiße Badewanne, um ihre Jeanshosen passgenau zu bekommen.

Das müsst ihr heute alles nicht mehr tun, denn hier treten die Wascharten ein. Auch wenn manch witzige Geschichte von Jugendlichen auch heute noch geschaffen wird, wenn etwa Bimssteine in die Waschmaschine gegeben werden, um einen einen schnellen, individuellen Abrieb zu bekommen. Natürlich geht das schnell, aber eine gute Versicherung sollten sie dabei auch haben.

Wascharten tragen also viel zum optischen Bild der Jeanshose bei. Ohne sie würde es nur gleich aussehende Hosen geben und das wäre ziemlich schade. So werfen wir heute einen kleinen Blick auf die unterschiedlichen Wascharten, die der Jeans- Markt euch zu bieten hat.

So müsst ihr weder zur Bürste greifen noch eure Waschmaschine mit Bimssteinen kaputt machen. Ihr könnt einfach eine aus den vorhandenen Hosen mit verschiedenen Wascharten aussuchen und euch freuen. Vorhang auf für die verschiedenen Wascharten, die es bei Jeanshosen gibt!

Jeans mit Löchern und Used Look

Vintage Looks mit verschiedenen Wascharten

Es gibt ganz viele Möglichkeiten, den Indigo Farbton einer Jeanshose zu verändern. Sie kann gebleicht werden oder gebraucht aussehen. Bei manchen Wascharten wird die Indigo Farbton aus dem Gewebe gelöst, bei manchen Verdelungen gibt es eine Zerstörung oder Behandlung des Materials und der Farbe. Alles gehört zu den Wascharten dazu und so verraten wir euch nun das Geheimnis, mit welchem Verfahren Used Look Jeans behandelt werden und wie der Moon Wash eigentlich zustande kommt.

Chlorbleiche für helle Jeans
Chlorbleiche kommt immder dann zum Einsatz, wenn der Indigo Farbton ausgelöst werden soll. Die Jeanshose wird so heller. Mit Hilfe einer Natrichlaufe wird der Blue Denim mit der Zeit immer heller, bis er auch komplett weiß werden kann. Weißer Denim ist also immer gebleicht. Je nach Menge vom Chlor und Temperatur des Bades geht der Vorgang mal schneller, mal langsamer. Es kommt vor allem darauf an, welches Ergebnis ihr haben wollt.

Nach dem Bleichen mit Chlorbleiche sollte die Jeanshose aber wieder neutralisiert werden, denn sonst kann es zu Verfärbungen kommen. Auch ist die Bleiche nicht unbedingt gut für die Haut. Ein Extra Waschgang wird eingeführt, damit es nicht zu Verfärbungen bei langer Lagerung oder langem Transport der Jeans kommt.

Sand Wash für partielle Highlights
der altbekannte Sand Wash war der Vorläufer des Used Looks, der heute mit Stone Wash Verfahren hergestellt wird. Beim Sand Wash kam Quarzsand zum Einsatz, der für einen Abrieb sorgte. So entstand ein getragenes Aussehen.

Leider hatte diese Idee fatale Folgen für die großen Industrie- Waschmaschinen. Der Sand setzte sich nämlich überall ab und die Maschine hielt nicht lange. Kurze Zeit später wurde dann der Sand Wash erfunden, der ein ähnliches Aussehen hat.

Glucose Bleiche für ungleichmäßige Färbungen
Wenn ihr Sitzfalten färben oder Kniefalten optisch mehr Tief geben wollt, seid ihr bei der Glucose Bleiche an der richtigen Adresse. Glucose wird mit Natronlauge vermischt. Bei 80 Grad wird nun die Jeanshose gewaschen, sodass der indigofarbene Farbstoff langsam herausgezogen wird. Das kann partiell geschehen, aber auch komplett.

So entsteht ein starker Kontrast an der Jeanshose oder Denimstoff, der gebleicht aussieht. Mit der Glucose Bleiche wird aber nicht weiß gebleicht. Es ist immer ein bisschen Farbe vorhanden. An Vertiefungen bei der Jeansware sind immer Reste von der Farbe zu finden. So gibt es dunklere Stelle an Nähten oder Taschen, die einen coolen Look bringen.

Das Beste an der Glucose Bleiche ist jedoch, dass sie sich im Nachhinein bei langer Lagerung oder langen Transportwegen nicht verfärben kann. Wenn die Denimware einmal so gefärbt wurde, wie sie sein soll, bleibt sie auch so bestehen.

 

Was macht den Used Look zum Used Look?

Der Stone Wash ist besser bekannt als Used Look. Hierbei handelt es sich um eine klassische, bekannte Waschart, bei der Denimstoffe und fertige Kleidungsstücke aus Denim gleichermaßen behandelt werden. Beim Stone Wash entsteht ein abgenutztes, getragenes Aussehen mit helleren Stellen.

Dafür werden vor allem Bimssteine in die Waschtrommel gegeben. So bleichen die Nähte und Kanten automatisch aus und die Hose bekommt den typischen abgetragenen Charakter. Naturbelasene Bimssteine, die drei bis fünf Zentimeter groß sind, kommen in die Waschtrommel und werden zusammen mit den Jeanshosen gewaschen. Je nachdem wie lange die Waschzeit ist (von 10 Minuten bis vier Stunden ist alles möglich), wird der Used Look Effekt stärker oder schwächer.

Sandstrahlen
Sandstrahlen werden nur bei fertig genähten Denim Produkten angewendet. Mittels eines starken Sandstrahls mit Hilfe eines Gebläses wird die Jeanshose, Jeansjacke oder ein anderes Jeansprodukt bearbeitet. Das fertige Jeansteil wird dafür hingelegt und mit Quarzsand bearbeitet.

Dadurch entstehen örtliche Aufhellungen an ausgewählten Stellen etwa an Gesäß und an den Beinen. So können Sitzfalten an Knie oder an der Hüfte oder auch Abreibungen am Po dargestellt werden. Praktisch bei den Sandstrahlen ist, dass die Stärke des Strahls variieren kann, wozu es zu unterschiedlichen Abschürfungen kommt.

Kaliumpermanganat Bleiche für sehr helle Optiken
Kaliumpermanganat sind wasserlösliche Kristalle, die tiefrot und violett leuchten und metallisch glänzen. Sie sind ein starkes Oxidationsmittel, das hochaktiven Sauerstoff freisetzt, mit dem wiederum gebleicht werden kann. Je nach Konzentration des Kaliumpermanganats wird der Indigo Farbton mehr oder weniger herausgezogen.

Dabei greift das Kaliumpermanganat die Fasern nicht an, sodass die Hose wirklich nur gebleicht wird und keinen Used Look bekommt. Mit der Kaliumpermanganat Bleiche könnt ihr sehr helle Optiken machen, aber auch Used Looks, wenn die Bleiche partiell eingesetzt wird.

Roboter Gebürstet – Keine Science Fiction!
Dass, was früher die Jugendlichen mit der Bürste von Hand vollbracht haben, wird nun mit Roboter- Bürsten erschaffen. Computergesteuerte Bürsten scheuern an ausgewählten Stellen hin und her, um Abreibestellen zu bekommen. Dabei werden die Beine, aber auch die Knie oder das Gesäß besonders bearbeitet. Es entsteht der sogenannte Fade Out Look, bei dem der indigofarbene Farbstoff oder auch ein dunklerer Farbstoff leicht oder stark ausgebürstet werden.

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Moon Wash
Der Moon Wash entsteht, wenn vor dem eigentlichen Stone Wash Verfahren mit Bimssteinen, die Bimssteine zusätzlich mit Chlorid- Kalium- Perdynat getränkt werden. Das ist eine Art Bleiche, die dafür sorgt, dass die mondartigen Flecken entstehen. Immer dort, wo der Bimsstein auftrifft, hinterlässt er Flecken, die dann ausgewaschen werden.

Dabei werden Bimssteine bei dieser Waschart zum bereits nassen Waschgut hinzugegeben. Auf Trockenem würden sie nicht funktionieren. Durch den Abrieb beim Waschen entsteht die marmorierte Fläche, für den der Moon Wash so bekannt geworden ist.

Enzym Wash für Aufrauungen
Wer sein Denim- Kleidungsstück an den Kanten ein wenig aufrauen möchte(eine coole Form des Used Looks), der muss einfach nur zum Enzym Wash greifen. Beim Waschprozess werden der Wäsche zellulose Enzyme hinzugegeben, die Baumwolle abbauen und nur an der Oberfläche wirken.

Durch eine Zugabe von Enzymen werden die Nähte und Kanten ein bisschen aufgeraut, da die Enzyme an diesen Stellen stärker wirken. Durch den kommenden Waschvorgang werden die kleinen Stücke weggespült und ein Used Look entsteht, der ähnlich wie ein Stone Wash aussieht.

Laser Finish – Der verbrannte Look
Mit Hilfe von Laserstrahlen wird die Oberfläche der Zellulose Fasern (pflanzlichen Fasern) zerstört. Die Fasern werden verbrannt und somit verliert das Indigo seine Farbe. An den Stellen, wo der Laser gearbeitet hat, fallen die Farbpartikeln beim Waschen heraus, sodass nur noch weiße Denimfasern sichtbar sind. Laser Finish wird hauptsächlich bei fertiggestellten Jeanshosen gemacht, sodass die Sitzflächen oder Falten eingearbeitet werden können. Es gibt aber auch Muster mit dem Laser Finish.

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